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Glöckler

Künstler > Maler

Manfred Glöckler

1953 in Bad Kreuznach geboren
lebt und arbeitet in Wiesbaden und Münster-Sarmsheim
Studium der Freien Bildenden
Kunst an der Johannes-Gutenberg-
Universität
in Mainz und der Kunstakademie in Düsseldorf bei Prof. Nan Hoover (Meisterschüler)

Postadresse: Manfred Glöckler, Schulstr. 22
55424 Münster-Sarmsheim

Arbeitsaufenthalte in New York, Hongkong, Bali, London, Mailand, Florenz, Siena, Sizilien, Norwegen
Werke im Privatbesitz
in Oslo, Brüssel, Paris, Hongkong, New York

VOM ANFANG
MIT ZEITGENÖSSISCHEN BEZÜGEN HIN ZU SELBSTÄNDIGEN KONSEQUENZEN
Das künstlerische Tun von Manfred Glöckler darf in seinem Verlauf als Beispiel einer folgerichtigen Entwicklung in Betracht gezogen werden, weil sie Aufschluß gibt über Veränderungen von Darstellungsmöglichkeiten, die ihren Ursprung in Erscheinungsformen aus jüngster Zeit haben. Was kaum zurückliegt, löste den Start in die Anfänge aus und gab den Anlaß, selbständig weiterzusuchen. Was sich - allgemein - als Pop-Art benennen läßt, gab den Anstoß für den Bezug zum direkt Gegenwärtigen und zunehmend sind es außerdem technische Besonderheiten, die dort wirkungsvoll benutzt werden, insbesondere der Siebdruck, den Manfred Glöckler seit seinen Anfängen ausdrucksvoll verwendet. Bei der Wiederbegegnung mit früheren Zeugnissen, wie dem Selbstbildnis als Clown, fällt auf, daß nicht allein die damals noch so ansprechende Unmittelbarkeit der physischen Präsenz - einschließlich der Farbigkeit - allein die Wirkungsintensität ausmacht, sondern daß bereits hier Überschichtungen und Durchdringungen vorkommen, die zunehmend geradezu wesentlicher Bestandteil des Erscheinungsbildes der Arbeiten werden sollten. Das hat selbstverständlich etwas mit dem sich komplizierenden Umgehenkönnen beim Einsatz solcher gestalterischer Techniken zu tun. So sehr sich jedoch das Ergebnis, besserwohl: die jeweilige Ergebnisreihe mit den Bezüglichkeiten untereinander wandelte, blieb eine seit den Anfängen die Variationen auslösende Grundvoraussetzung erhalten, obwohl sich deren Vordringlichkeit zurückzog.
Manfred Glöckler benutzt Bildvorlagen, die ihm den Anlaß geben. Es handelt sich um Photographien sehr unterschiedlichen Charakters: Bildnisse, Architekturansichten, Momentsituationen aus Filmen -jedenfalls keine Sequenzen, sondern statische Situationen. Darum gibt es keinen wie immer gearteten literarischen Inhalt oder Bewegungsintensitäten. Das wiederum erlaubt es bei den Serigraphien solche Vorgaben in eine malerisch sehr freizügige und zugleich reich differenzierte Schichtenfolge einzubinden, indem sie als Dingzitate verwendet werden. Jene bestimmt das Erscheinungsbild, ohne das dingliche Ausgangszitat vollends vergessen zu machen, Variationen ordnen sich als Dreitafelbilder zueinander. Querverweise stellen sich sodann her, bei denen das Bilddokument sogar eine Stichvorlage werden kann, wie der Holzschnitt des Gutenberg-Porträts. Jenseits von inhaltlich beziehbaren Voraussetzungen kommt dann seit 1990 das Rund einer Schale, als Erscheinungsbild gleich groß einbezogen, vor. Sie gibt Anlaß zu besonders freien Gestaltvariationen, wobei die präzise Umrißform ihre Einbindung in die malerische Existenz eines Daseinsraumes erfährt.

 
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